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FAQ – Änderungen des AÜG leicht erklärt!
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Wie führt man ein Mitarbeitergespräch?
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Burnout Prophylaxe – mit „guten“ Pausen entgegenwirken
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8 Antworten zum Thema “Kündigung”
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Die zwei Seiten der Wochenendarbeit
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6 Vorteile der Zeitarbeit für Entleiher bzw. Unternehmen
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Den Einstellungsprozess verkürzen?!
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11 einfache Mittel gegen Arbeitsstress
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Keine Unfallversicherung bei privatem Telefonat am Arbeitsplatz
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Hitze am Arbeitsplatz – was tun?

FAQ – Änderungen des AÜG leicht erklärt!

ÄNDERUNGEN DES ARBEITNEHMERÜBERLASSUNGSGESETZES IM JAHR 2017

21 konkrete Fragen, 21 konkrete Antworten

1. ALLGEMEINES

1.1. Wann treten die Änderungen des AÜG in Kraft?

Am 01.04.2017.

1.2. Was wird mit dem neuen AÜG im Wesentlichen beabsichtigt?

Die Begrenzung der Übrlassungsdauer auf 18 Monate und ein gleichwertiges Arbeitsentgelt der Stammbeschäftigten und der Leiharbeitnehmer.

2. ÜBERLASSUNGSHÖCHSTDAUER

2.1. Wie lange kann ich in Zukunft einen Leiharbeitnehmer entleihen?

Die gesetzliche Überlassungshöchstdauer liegt in Zukunft bei 18 Monaten (es handelt sich hier nicht um Kalendermonate, sondern um 18 x 30 Tage, also maximal 540 Tage) Da diese Regelung erst mit dem 01.04.2017 in Kraft tritt, werden Sie frühestens am 22.09.2018 mit der Übernahmefrage konfrontiert.

2.2. Bei der Überlassungshöchstdauer gibt es einen „Arbeitnehmerbezug“. Was bedeutet das für mich als Entleiher?

Das bedeutet, dass die Überlassungsdauer sich auf den Arbeitnehmer als Person bezieht und nicht auf den Arbeitsplatz. Wenn Sie ein und denselben Arbeitnehmer in 18 Monaten an mehreren verschiedenen Arbeitsplätzen in Ihrem Unternehmen einsetzen, zählt die Einsatzdauer der Person, nicht die Einsatzdauer pro Arbeitsplatz.

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Wie führt man ein Mitarbeitergespräch?

Mindestens ein Mal im Jahr sollten Sie mit Ihren Angestellten ein Mitarbeitergespräch führen oder durch einen Vorgesetzten führen lassen. Das ist ein wichtiges Instrument, um das Betriebsklima, die Einstellung und Arbeitsleistung der Angestellten und die Unternehmensziele im Allgemeinen zu untersuchen.

Doch wie führt man ein Mitarbeitergespräch?
Was sollten Sie vorbereiten und an was sollten Sie denken?
Was sind die Musterfragen für ein Mitarbeitergespräch?

Gerne gebe ich Ihnen einige Hinweise.

1) Vorbereitung eines Mitarbeitergespräches

Teilen Sie Ihrem Mitarbeiter rechtzeitig mit, wann das Gespräch stattfinden wird. So kann er sich darauf einstellen und fühlt sich nicht überrumpelt.

Organisieren Sie für das Mitarbeitergespräch einen ruhigen Ort. Die Unterhaltung sollte in einer angenehmen Atmosphäre stattfinden. Nehmen Sie sich Zeit für das Gespräch.

Bereiten Sie sich vor, indem Sie Notizen über Verhalten und Arbeitsleistung des Mitarbeiters machen oder Vorgesetzte diskret danach fragen.

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Burnout Prophylaxe – mit „guten“ Pausen entgegenwirken

Burnout ist eine sehr unangenehme Sache. Und zwar nicht nur für den Arbeitnehmer selbst, der lange Zeit unter den Auswirkungen leiden kann, sondern auch für den Arbeitgeber, der meist ungeahnt auf einen seiner Mitarbeiter verzichten muss.

Darum ist es klar, dass Arbeitgeber und Arbeitnehmer zusammen einem Burnout entgegenarbeiten sollten. Am besten machen Sie das mit „guten“ Pausen.

Pausen gegen Burnout – was sagt das Gesetz?

Pausen wirken mangelnder Konzentration, Erschöpfung und damit auch einem Burnout entgegen. Welche Rechte und Pflicht gibt das Gesetz zu Pausen vor. Hier erinnere ich Sie an einige wichtige Punkte:

  • § 5 des ArbZG sagt, dass die Ruhezeit am Ende der täglichen Arbeitszeit beginnt und mit erneutem Arbeitsbeginn endet. Grundsätzlich beträgt die Ruhezeit mind. 11 Stunden und darf nicht durch einen Arbeitseinsatz unterbrochen werden. Ganz wichtig ist hierbei, dass Bereitschaftsdienst als Arbeitseinsatz gilt und nicht in die 11 stündige Ruhephase fallen darf.
  • § 16 des ArbZG besagt, dass Arbeitgeber gewährleisten müssen, dass die Pausen- und Ruhezeiten eingehalten werden. Dazu muss eine Zeiterfassung erfolgen.
  • § 2 des ArbZG zeigt auf, dass Ruhepausen nicht zur Arbeitszeit zählen und im Voraus feststehen müssen. Ziel der Pausen ist es, die Leistungsfähigkeit des Arbeitnehmers über den ganzen Tag hin zu erhalten. So beugen Sie einem Burnout vor. weiterlesen

8 Antworten zum Thema “Kündigung”

Die Fragen und Antworten zum Thema „Kündigung“ sind quasi unerschöpflich. Ich möchte Ihnen heute kurze Antworten auf 8 der häufigsten Fragen zu diesem Thema geben:

1. Kann wegen schlechter Arbeit gekündigt werden?

Es ist nicht möglich, einen Arbeitnehmer zu kündigen, nur weil er Fehler macht. Das stellte das Landesarbeitsgericht in München fest (Az.: 3 Sa 764/10). Sollte ein Mitarbeiter viele Fehler machen, ist der Arbeitgeber gezwungen, die „Durchschnittsleistung“ von vergleichbaren Arbeitnehmern über einen längeren Zeitraum zu dokumentieren. Erst wenn der unter Beobachtung stehende Mitarbeiter diese Fehlerquote nachweisbar und über längere Zeit hinweg erheblich überschreitet, könnte eine Kündigung in Betracht gezogen werden.

2. Wie lange kann man gegen eine Kündigung klagen?

Kurzum: die Kündigungsschutzklage kann nur innerhalb drei Wochen erhoben werden. Diese Frist beginnt mit der Zustellung der Kündigung.

3. Was ist der Unterschied zwischen „ordentlicher Kündigung“ und „außerordentlicher Kündigung“?

Bei der ordentlichen Kündigung müssen die vom Gesetz vorgeschriebenen Fristen eingehalten werden. Bei der außerordentlichen Kündigung kommt es zu einer fristlosen Kündigung. Für diese fristlose Kündigung muss aber ein triftiger Grund vorliegen, z.B. Beleidigung, Arbeitsverweigerung, strafbare Handlung, uvm.

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Die zwei Seiten der Wochenendarbeit

„Samstags gehört Vati mir“. Mit diesem Slogan wurde 1956 für die Fünf-Tage-Arbeitswoche geworben. Letztendlich wurde diese Neuerung durchgesetzt und gilt bis heute noch in vielen deutschen Betrieben als Standard.

Heute streben die Unternehmen schon wieder nach 6 Tage-Wochen oder 7-Tage-Wochen. Durch die Globalisierung, die Flexibilisierung und den technologischen Wandel wird die Wochenendarbeit wieder mehr gefragt und eingesetzt.

Die Vorteile der Wochenendarbeit sind klar erkennbar. Arbeitgeber produzieren mehr, arbeiten flexibler und machen letztlich mehr Umsatz. Die Arbeitnehmer ziehen den Nutzen aus Wochenendzuschlägen und erhöhen ihre Verdienstmöglichkeiten.

Doch ist es das alles wert?
Was sind Nachteile der Wochenendarbeit?

Ich zeige Ihnen einige Kennzahlen, über die man nachdenken sollte:

  • Für 35 % ist Wochenendarbeit der Regelfall. 15 % arbeiten sehr oft am Samstag und Sonntag und 20 % machen dies oft.
  • Am meisten werden Arbeitnehmer im Gastronomiegewerbe am Wochenende eingesetzt. Danach folgen Handel, Gesundheit und Soziales, Erziehung und Unterricht.
  • Beschäftigte mit niedrigem Einkommen arbeiten öfter am Wochenende als andere. weiterlesen

6 Vorteile der Zeitarbeit für Entleiher bzw. Unternehmen

Im Folgenden stelle ich Ihnen sechs Vorteile der Zeitarbeit für Entleiher und Unternehmen vor.

1. Vorteil der Zeitarbeit – Flexibilität
2. Vorteil der Zeitarbeit – Weniger Aufwand
3. Vorteil der Zeitarbeit – Reduziertes Risiko
4. Vorteil der Zeitarbeit – Try and hire
5. Vorteil der Zeitarbeit – Überschaubare Kosten
6. Vorteil der Zeitarbeit – Großer Bewerberpool

Sollten Sie eher an den Vorteilen der Zeitarbeit für Bewerber und Arbeitnehmer interessiert sein, empfehle ich den Artikel “8 Vorteile der Zeitarbeit für Arbeitnehmer“.

1. Vorteil der Zeitarbeit – Flexibilität
Mittlerweile der wohl meist geschätzte Vorteil der Zeitarbeit für Entleiher bzw. Unternehmen.

Ein Beispiel: Sie haben ein neues Projekt akquiriert und müssen die Auftragsspitzen in den nächsten Monaten vorübergehend decken. Hier können Sie auf die Zeitarbeit zurückgreifen und zusätzliches Personal gewinnen. Gleichzeitig können Sie die neuen Arbeitnehmer unter die Lupe nehmen und den einen oder anderen für Ihr Unternehmen rekrutieren. Denken Sie daran: gute Zeitarbeitsfirmen sind langfristig an Festübernahmen interessiert!

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Den Einstellungsprozess verkürzen?!

„Gut´ Ding will Weile haben“. Das sagt sich so schön, doch im Bereich der Personalbeschaffung kann sich dieses wohlbekannte Sprichwort auch manchmal als Nachteil auswirken.

Eine aktuelle Studie zeigt auf, dass mehr als jeder zweite Arbeitgeber (52%) bereits einen bevorzugten Bewerber verloren hat, weil der Einstellungsprozess schlichtweg zu lang dauerte.

Dieses Problem ist schon länger bekannt, doch leider konnte es in den letzten Jahren weder beseitigt, ja nicht mal angepackt werden. 10% der befragten Personalmanager gaben an, dass sich die Einstellungsprozesse in den letzten drei Jahren sogar „erheblich verlängert“ haben, 44 % stimmten für „etwas verlängert“ und 36 % meinten, dass die Prozessdauer „gleich“ blieb. Sage und schreibe 0% sagten, dass sich der Prozess in ihrem Unternehmen „erheblich verkürzt“ hat. Lediglich 10% stimmten für „etwas verkürzt“.

Wie kann man den Einstellungsprozess verkürzen?
Ich fasse Ihnen einmal fünf einfache Punkte zusammen:

1) Den richtigen Bedarf ermitteln

Noch vor dem Einstellungsprozess sollte genau feststehen, welcher reale Bedarf denn wirklich besteht. Suchen Sie eine Halbzeitkraft oder Vollzeitkraft? Streben Sie eine langfristige Festanstellung an oder eher eine vorübergehende Arbeitnehmerüberlassung? Benötigen Sie neue Mitarbeiter am besten morgen oder erst zu Beginn des nächsten Jahres?

All diese Entscheidungen sollten Sie vor dem Einstellungsprozess bereits fixiert haben, um die Bewerbersuche zu optimieren, sie schneller vorantreiben zu können und auch um die Bewerber nicht zu vergraulen.

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11 einfache Mittel gegen Arbeitsstress

Wer hat schon gerne Stress? Niemand. Stress kann vor allem am Arbeitsplatz weitreichende Folgen haben: mangelnde Konzentration, unüberlegtes Handeln, Unachtsamkeit, erhöhte Unfallgefahr, bis hin zur gesundheitlichen Beeinträchtigung.

In diesem Beitrag möchte ich Ihnen einen Überblick über 11 einfache Mittel geben, mit denen Sie dem Stress und Arbeitsdruck vorbeugen oder entgegenwirken.

1) Mittel gegen Arbeitsstress: Planung

Gehen Sie bereits am Morgen die einzelnen Aufgaben und Tagesabläufe durch, die an diesem Tag auf Sie warten. Planen Sie den Tag realistisch und halten Sie sich an das, was Sie sich vorgenommen haben. So sind Sie bereits gewappnet und können Ihr Pensum effektiv abarbeiten. Eine Umfrage von 3.000 Personen in 30 Ländern ergab, dass gute Planung ein passendes Mittel gegen Stress und Arbeitsdruck ist.

Mein Tipp: machen Sie sich an „schwierigen Tagen“ eine ToDo Liste und arbeiten Sie sie im Laufe des Tages ab. Sie werden über jedes Ausstreichen begeistert sein.

 

2) Mittel gegen Arbeitsstress: Natur

Eine Umfrage in Holland belegt, dass Personen, die „grünen“ Gegenden leben und arbeiten, weniger gestresst sind und eine bessere mentale Gesundheit aufweisen. Suchen Sie deshalb bei Stress die Nähe zur Natur.

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Keine Unfallversicherung bei privatem Telefonat am Arbeitsplatz

Als Arbeitnehmer sind Sie gesetzlich unfallversichert. Doch was passiert, wenn Sie während der Arbeit einen privaten Anruf tätigen und dann einen Unfall erleiden? Sind Sie dann unfallversichert?

Gerne gebe ich Ihnen eine Antwort mit einem Beispiel, (siehe LSG Darmstadt, Urteil vom 17.09.2013, Az.: L 3 U 33/11):

Ein Lagermitarbeiter wollte während der Arbeitszeit seine Frau anrufen. Da der Lärm zu sehr störte, verließ der Arbeiter die Produktionshalle und tätigte den Anruf mit seinem Mobiltelefon. Das Gespräch dauerte ca. 3 Minuten. Auf dem Rückweg in die Halle blieb er an einem Begrenzungswinkel hängen, verdrehte sich das Knie und verletzte sich schwer am Kreuzband. Der Arbeitnehmer wollte diesen Vorfall als Arbeitsunfall anerkannt haben.

Die Berufsgenossenschaft lehnte den Antrag ab und deutete darauf hin, dass privates Telefonieren am Arbeitsplatz nicht gesetzlich unfallversichert sei. Der Arbeitnehmer klagte gegen das Urteil, doch ohne Erfolg.

Der gesetzliche Unfallversicherungsschutz setzt tatsächlich voraus, dass der Unfall bei einer versicherten Tätigkeit eintritt. Das Gericht bestätigte, dass Tätigkeiten wie Essen, Telefonieren und Einkaufen den Unfallversicherungsschutz unterbrechen.

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Hitze am Arbeitsplatz – was tun?

Täglich arbeiten mehrere Millionen Menschen in Deutschland unter Wärme- oder Hitzeeinwirkung. In sonnenbeheizten Büros, in Fabrikgebäuden mit Wärme abstrahlenden Maschinen oder in Gastronomieküchen im Kochdampf wird das Arbeiten anstrengender. Im Sommer kommen noch viele Arbeitnehmer dazu, die im Freien unter direkter Sonneneinstrahlung arbeiten müssen.

Die Hitze am Arbeitsplatz führt nicht nur zu mehr Anstrengung, sondern daraus resultierend auch zu Unkonzentriertheit und erhöhter Unfallgefahr.

Arbeitgeber sollten vorsorgen

Als Arbeitgeber sind Sie verpflichtet, Ihre Arbeitnehmer vor gesundheitlichen Folgen der Wärmebelastung zu schützen. Dazu müssen Sie regelmäßig eine Gefährdungsbeurteilung durchführen und die Belastungen ermitteln.

Beachten Sie folgende Werte bei Hitze am Arbeitsplatz (technische Regel für Arbeitsstätten ASR 3.5):

  • In Arbeitsräumen sollte die Temperatur die 26 Grad Marke nicht übersteigen.
  • Ab 30 Grad müssen Sie Ihre Mitarbeiter aktiv schützen. Durch technische oder organisatorische Maßnahmen.
  • Ab 35 Grad ist ein Raum ohne Schutzmaßnahmen nicht zum Arbeiten geeignet.

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